Aktuell

 

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auf dieser Seite finden Sie - in unregelmäßigen Abständen aktualisiert – kurzgefasste Nachrichten, die wir aktuellen Veröffentlichungen zu Urteilen oder Diskussionen im Sozialrecht entnommen haben. Haben Sie Interesse, dass solche Nachrichten, die Sie gefunden haben und als wichtig erachten, zu veröffentlichen, stellen wir sie für einige Zeit (anonym oder mit freigegebener Quellenangabe) auf diese Seite.

 

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Mehrbedarf nach SGB II (Stand 01.09.2019)

Leistungsempfänger von ALGII oder Berechtigte zur Grundsicherung haben bei Vorliegen entsprechender Voraussetzungen wie einer Nahrungsmittelintoleranz (z.B. Gluten, Zöliakie,Laktoseintoleranz) oder einer Nahrungsmittelallergie (z.B. Weizen, Milch, Kasein) Anspruch auf Ausgleich des finanziellen Mehrbedarfs durch die medizinisch notwendige und aufwendigere Kostform.

Es muss eine aussagekräftige Bescheinigung des Arztes vorgelegt werden, der diese Intoleranz diagnostiziert hat. Darin müssen die klinischen und Labor-Untersuchungen dokumentiert sein, die als Grundlage des Attestes dienen.

 

Die Höhe der Erstattung ist regional unterschiedlich und richtet sich auch nach der Art der Intoleranz und den damit verbundenen Kosten.

 

Das Sozialgericht Düsseldorf (AZ S42 SO 108/15) hat in 2017 rechtskräftig entschieden, dass nicht in jedem Fall des Verdachts einer    Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie das Ergebnis einer Magen/Darmspiegelung oder Biopsie der Darmschleimhaut vorliegen muss. In diesem Fall reichte der Antikörpernachweis und der Nachweis der Beschwerdebesserung unter glutenfreier Kost aus.

 

Das Landessozialgericht NRW hat in 2016 (AZ L 9 SO 521/16) einer Klägerin bei Vorliegen einer Laktoseintoleranz den finanziellen Ausgleich des    Mehrbedarfs zugesprochen, nachdem das Sozialgericht dies zunächst abgelehnt hatte.

 

Die Höhe der monatlichen Unterstützung zum Mehrbedarf wird vom Gericht individuell festgelegt. Es kann hilfreich sein, den Mehrbedarf durch Belege des Lebensmittel Einkaufs vor Antragstellung zu dokumentieren.

 

Gerne lassen wir Ihnen weitere Informationen zukommen.

 

Hinweis für Hilfesuchende, deren Muttersprache nicht Deutsch ist

Unsere Gutachter und Mitarbeiter verfügen über ausreichende Kenntnisse der Englischen, Französischen, Türkischen und Arabischen Sprache.

Damit ist eine ausreichende Kommunikation jederzeit gewährleistet unabhängig von zu bestellenden Dolmetschern.

Möglicherweise ist Ihnen auch nicht in vollem Umfang bekannt, was Ihre Rechte bei möglichen Berufserkrankungen, Rentenansprüchen und Schwerbehinderung sind.

 

Unsere kooperierenden Rechtsanwälte und Mitarbeiter beraten Sie umfänglich im Vorfeld der Antragstellung.

 

Gerne lassen wir Ihnen weitere Informationen zukommen.

Fragen Sie gern schriftlich oder per Kontaktformular eine Beratung an, wir melden uns umgehend bei Ihnen.

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